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Diskussion um Vor- und Nachteile von Sportgroßveranstaltungen – Auftakt des 15. Hamburger Kongresses für Sport, Ökonomie und Medien

Donnerstag, der 18. Juni 2015

Die Diskussion rund um die Mediatisierung von Sportgroßveranstaltungen stand im Mittelpunkt des ersten Tages beim 15. Hamburger Kongress für Sport, Ökonomie und Medien. Eine äußerst kritische und zugleich sehr fundierte Perspektive auf „Sport Mega Events“ bot am Donnerstag im Millerntorstadion des FC St. Pauli Prof. Dr. Christopher Gaffney von der Universität Zürich in seinem Vortrag „Between hyperbole and reality“ (Zwischen Übertreibung und Realität). Hierbei spielte er quasi den Part des Gegenspielers gegenüber vielen seiner Vorredner – wie beispielweise dem Ruder-Olympiasieger und Professor für Wirtschaft an der Universität Hamburg, Wolfgang  Maennig – die offenbar bereits von der Olympia-Euphorie in der Hansestadt gepackt sind.

IMG_4915Gaffneys intensiv diskutierter Vortrag war ein Höhepunkt des Kongresses vor rund 300 Zuschauern, er beschrieb das Dilemma der Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen und die zahlreichen Nachteile für Städte und Bewohner. Seine These: Wenn sportliche Megaevents lediglich Nachteile für die ausrichtenden Städte hervorrufen, sei es besser diese gar nicht erst in einem solchen Maß zu veranstalten. Gaffney verwies dabei mehrfach auf den Ausrichter der letztjährigen Fußball-Weltmeisterschaft, Brasilien und im Fokus Rio de Janeiro, die nach den Erfahrungen Gaffneys keinen positiven Effekt durch das Turnier davontragen konnten. Gaffney, der selbst mehrere Jahre in Rio lebte, beschrieb, dass sportliche Großereignisse eigene Mechanismen bilden, die öffentliche Gelder generieren und diese in private Hände spülen.

Das Deutschland durch das Fußball-Sommermärchen 2006 hingegen doch einen positiven wirtschaftlichen und repräsentativen Effekt verbuchen konnte, wundert Gaffney nicht. Deutschland als infrastrukturell stark ausgebildetes Land, als eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt brauche solche Megaevents gar nicht, um einen Aufschwung welcher Art auch immer zu verbuchen, erklärte Gaffney.

Mit einer fulminanten und hoch emotionalen Rede hatte Willi Lemke den 15. Hamburger Kongress für Sport Ökonomie und Medien in Hamburg eröffnet. Bei ihm stand das Medienereignis Olympische Spiele als Bühne für Frieden und Verständigung im Fokus. Der Sonderberater des UN- Generalsekretärs für Sport, Entwicklung und Frieden bezeichnete die Olympischen Spiele als das größte friedliche  Zusammentreffen von Menschen – und das schon seit Tausenden von Jahren. Ein wichtigeres Ereignis gäbe es auf der Welt nicht.

„Es muss nicht immer alles größer und teurer werden“, sagte Lemke, vielmehr ginge es darum „zu überlegen, wie man eine gut strukturierte, nachhaltige Veranstaltung organisieren könne, die den Menschen Freude bereitet.“ Der ehemalige Senator für Inneres und Sport der Stadt Bremen beschrieb weiterhin die besondere Funktion der Olympischen Spiele in der heutigen Zeit. „Olympische Spiele schaffen es ganze Generationen zu motivieren, wie schon die Spiele in München 1972 – sie beeinflussen die Menschen in positiver Weise.“

Willi Lemke, selbst in Hamburg geboren, rief die Menschen in seiner Ansprache dazu auf, an dem Bewerbungsprozess der Stadt Hamburg für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 und 2028 teilzuhaben und die Begeisterung überschwappen zu lassen, zu all denen die noch unentschlossen sind.

Mit den modernen Folgen der Mediatisierung für den Sport setzte sich Professor Friedrich Krotz von der Universität Bremen auseinander. Er wies auf die veränderte Kommunikation und Einstellung durch die Virtualisierung der Gesellschaft hin und warf einen Blick vor allem auf die sozialen Netzwerke, die die mediale Durchdringung des Sports noch einmal beschleunigt hätten. Die Bedeutung dieser Netzwerke erklärte auch Paul Keuter am Beispiel von Twitter. Der Head of Sport Deutschland des Kurznachrichtendienstes verwies dabei vor allem auf die große, zu erzielende Reichweite in der Öffentlichkeit und den starken Nutzen für Marketingzwecke.

Den Abschluss des Tages bildete eine Podiumsdiskussion zum Einfluss von technischen Entwicklungen auf Sport und Medien: „Wichtig ist bei all der Technologie die Menschlichkeit beizubehalten“, meinte Sky-Fieldreporterin Christina Rann, die in ihrer Einschätzung von Bundesliga-Schiedsrichter Peter Gagelmann bestätigt wurde.

Autor: Christopher Putz/Mara Kottke

Galerie: Symposium am 18. Juni

Video: Interview Prof. Dr. Gaffney

Prof. Dr. Christopher Gaffney beantwortet in einem kurzen Interview Fragen zu sportlichen Großereignissen.

Video: Interview Paul Keuter

Paul Keuter, Head of Sport Twitter (Germany) spricht in einem kurzen Interview über den Erfolg von Twitter und Hamburgs Olympiabewerbung.

Video: Willi Lemke spricht auf dem Symposium

Willi Lemke, Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport, Entwicklung und Frieden, spricht auf dem 15. Hamburger Kongress für Sport, Ökonomie und Medien.

Quelle des Videos: http://sportdeutschland.tv/sonstiges/willi-lemke-olympia-bewerbung-hamburgs

Fulminanter Auftakt: Willi Lemke spricht sich für Olympia in Hamburg aus

Mit einer fulminanten und hoch emotionalen Rede eröffnete Willi Lemke am Donnerstag den 15. Hamburger Kongress für Sport, Ökonomie und Medien in Hamburg. Zum Auftakt der Veranstaltung im Millerntorstadion des FC St. Pauli vor rund 300 Zuhörern stand das Medienereignis Olympische Spiele als Bühne für Frieden und Verstärkung im Fokus. Lemke, der als Sonderberater des UN- Generalsekretärs für Sport, Entwicklung und Frieden meist auf diplomatischen Parkett unterwegs ist, bezeichnete die Olympischen Spiele als das Größte friedliche Zusammentreffen von Menschen und das schon seit tausenden von Jahren. Ein wichtigeres Ereignis gäbe es auf der Welt nicht.

 Willi Lemke
„Es muss nicht immer alles größer und teurer werden“, sagte Lemke, vielmehr ginge es darum „zu überlegen, wie man eine gut strukturierte, nachhaltige Veranstaltung organisieren könne, die den Menschen Freude bereitet.“ Der ehemalige Senator für Inneres und Sport der Stadt Bremen beschrieb weiterhin die besondere Funktion der Olympischen Spiele in der heutigen Zeit. „Olympische Spiele schaffen es ganze Generationen zu motivieren, wie sie es schon während der Spiele in München 1972 taten – sie beeinflussen die Menschen in positiver Weise.“

Willi Lemke, selbst in Hamburg geboren, rief die Menschen in Deutschland dazu auf, an dem Bewerbungsprozess der Stadt Hamburg für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 und 2028 teilzuhaben und die Begeisterung überschwappen zu lassen, zu all denen die noch unentschlossen sind.

Mit den modernen Folgen der Mediatisierung für den Sport setzte sich im Anschluss Professor Friedrich Krotz von der Universität Bremen auseinander. Er wies auf die veränderte Kommunikation und Einstellung durch die Virtualisierung hin und warf einen Blick vor allem auf die sozialen Netzwerke, die die mediale Durchdringung des Sports noch einmal beschleunigt hätten.

Christopher Putz

Programmheft des 15. Hamburger Kongress Sport, Ökonomie und Medien ist erschienen

Mittwoch, der 27. Mai 2015

Das aktuelle Programmheft zum Download: Programmheft 15. Hamburger Kongress Sport, Ökonomie und Medien

Auf insgesamt 56 Seiten finden Sie im Programmheft alle wichtigen Informationen für den Kongress. Die Vorstellung der Referenten, das aktuelle Programm, Inhalte der Vorträge und Informationen zum Rahmenprogramm. Die Teilnehmer des Kongresses erhalten das Programmheft vor Ort in Papierform.

Anmeldungen zum Kongress werden weiterhin entgegengenommen, Informationen zur Anmeldung finden Sie auf dieser Website unter „Innovate/Anmeldung„.

Fehlerteufel im Anmeldesystem

Mittwoch, der 20. Mai 2015

Leider hat sich der Fehlerteufel im Anmeldesystem zum 15. Hamburger Kongress Sport, Ökonomie und Medien eingeschlichen und Daten aus der Anmeldemaske konnten nicht in die Teilnehmerliste übernommen werden. Teilnehmer, die sich über die Website angemeldet haben und bisher außer der Anmeldebestätigung keine weitere Info erhalten haben, werden gebeten eine kurze Info an: k.pohle@macromedia.de zu senden. Wir entschuldigen die Umstände aber die Technik hat uns überlistet.

VTF erkennt Lizenzverlängerung an

Der Verband für Turnen und Freizeit erkennt den Hamburger Kongress für Sport, Ökonomie und Medien mit fünf Lerneinheiten zur Lizenzverlängerung an.

Rabatte für Frühbucher!

Mittwoch, der 22. April 2015

Wer sich bis zum 30.04.2015 für den Kongress anmeldet spart!

Ab dem 01.05.2015 erhöhen sich die jeweiligen Ticketpreise um 20 Euro. Schnell sein lohnt sich.

Die Teilnehmergebühr wird ca. 6 Wochen vor der Veranstaltung per Lastschriftverfahren eingezogen. Nach Eingang der Teilnahmegebühr erhalten Sie eine endgültige Bestätigung der Teilnahme und weitere Informationen zum Kongress.

Eine kostenfreie Stornierung der Anmeldung zum 15. Hamburger Kongress Sport, Ökonomie und Medien am 18. und 19. Juni 2015 ist bis zum 15.05.15 möglich. Ab dem 16.05.15 wird eine Stornogebühr von 10% der Teilnehmergebühr einbehalten. Ab dem 08.06.15 ist eine Stornierung der Teilnahme am Kongress nicht mehr möglich. Es ist allerdings möglich, die Teilnahme am Kongress auf eine andere Person zu übertragen. Hierzu setzen Sie sich bitte mit der Organisation in Verbindung (k.pohle@mhmk.org).